Der weltwirtschaftliche Notfall ist vorbei, die Wachstumsraten steigen wieder. Um nun Inflation zu vermeiden, müssen die Notenbanker demnächst die Zinsen erhöhen. Die ersten Notenbanken heben die Leitzinsen schon wieder an. Vorerst allerdings sind es nur kleinere Staaten wie Israel, Norwegen und Australien.
Die großen Akteure EZB und Fed dürften noch bis Sommer 2010 abwarten. Bundesbankchef Weber kündigte aber schon an, dass die der Wirtschaft und den Finanzmärkten „verabreichten Medikamente“ schon bald wieder abgesetzt werden könnten. Das bedeutet: Zinserhöhungen nicht nur beim Tages-, sondern auch beim Festgeld kommen wieder in Sicht. Sparer, die jetzt Geldbeträge verfügbar bekommen, sollten sich also nicht voreilig für längere Zeit festlegen, sondern das Geld auf dem Tagesgeldkonto lassen, bis nächstes Jahr bessere Zinsen zu holen sind. Selbst wenn man bereit ist, sich auf zehn Jahre festzulegen, bekommt man derzeit höchstens vier Prozent Zinsen geboten. Die besten Zinssätze für täglich verfügbares Tagesgeld liegen bei über 2,5%. Da lohnt es sich, abzuwarten.
Wackeln die Börsen?
Am Aktienmarkt könnte es, anders als bei den Zinsen, erst einmal wieder abwärts anstatt aufwärts gehen. Bundesbankchef Weber bezeichnete am Rande einer Tagung der Notenbankchefs und Finanzminister der G20-Staaten die wirtschaftliche Erholung als weiterhin fragil. Die im Vergleich mit den Fundamentaldaten der Wirtschaft sehr starke Erholung der Aktienmärkte ist nicht zuletzt auch durch das viele billige Geld der Notenbanken zustandegekommen. Kleinanleger tendieren dazu, erst in den Markt einzusteigen, wenn eine lange Periode steigender Kurse ihnen das Gefühl gibt, es könne absolut nichts schief gehen.
Kleinanleger: Immer zu spät?
Dadurch geht es aber dann erst recht schief: so kaufen sie sich oft genug teuer am oder nahe dem Gipfel des Anstiegs ein und stehen dann bei der Talfahrt vor der Wahl, mit Verlust zu verkaufen oder lange warten zu müssen, nur um ihren Einsatz wieder herauszubekommen. Natürlich steigen die Kurse der meisten Aktien auch wieder an, aber die Rendite wird bei so einem schlecht gewählten Einstiegszeitpunkt natürlich nicht mehr begeistern können. Oft genug stellen sie dann fest, dass man mit Fest- oder Tagesgeld mehr verdient hätte. In der aktuellen Lage ist ein Einstieg in das Investment in Aktien risikoreich.
Redaktion (10.11.2009)
Archiv der Kategorie: Tagesgeld aktuell
Großer Test: Der beste Tagesgeld-Anbieter 2009
Für Anleger, die Geld kurzfristig, unkompliziert und sicher anlegen wollen, ist das Tagesgeldkonto die Lösung. Im Gegensatz zum Sparbuch ist das gesamte Geld jederzeit verfügbar, die Einlagensicherung haftet aber dennoch: Bis zu 50.000 Euro sind in EU-Ländern garantiert, einige Länder garantieren sogar 100.000 Euro.
Viele Banken aus Deutschland gehören darüber hinaus freiwilligen Einlagensicherungsfonds an, die auch größere Beträge abdecken können. Das Tagesgeldkonto eignet sich dadurch sehr gut dafür, Geldbeträge „zwischenzulagern“, wenn man sich – wie im Moment wegen der schwankenden Aktienmärkte und niedrigen Zinsen aufs Festgeld – noch nicht auf eine Anlage festlegen will. Auf dem Tagesgeldkonto bleibt das Geld verfügbar.
Die Beliebtheit von Tagesgeld als Anlage schlägt sich in der großen Zahl an Anbietern nieder. Der Nachrichtensender n-tv hat zusammen mit den Experten von FMH-Finanzberatung die vielen Tagesgeldangebote gesichtet und über neun Monate lang verfolgt und nun die Ergebnisse vorgestellt.
Tagesgeldtest 2009 – die Ergebnisse
Sieger bei den Inlandsbanken war die Direkt-Tochter der Frankfurter Sparkasse, die 1822direkt Bank. Auf Platz zwei landete die Ziraat Bank, eigentlich eine türkische Bank, die aber, da sie der deutschen Einlagensicherung unterliegt, für die Zwecke des Tests eine „deutsche“ Bank ist. Auf dem dritten Platz landete die SKG Bank, die als einzige der drei Spitzenreiter einen Mindestbetrag als Anlage verlangt: 5.000 Euro. Bei den anderen beiden gibt es ein Konto schon ab einem Euro.
Die ausländischen Banken zeichneten sich verglichen mit den deutschen durch höhere Zinsen aus. Sieger war hier wieder eine Direktbank, die NIBCdirect aus den Niederlanden. Die Direktbanken sparen durch den Verzicht auf Filialen Kosten und geben das gesparte Geld über die Zinsen an die Kunden weiter, um sich einen Wettbewerbsvorteil im Kampf um Kunden zu verschaffen. Auf den Plätzen folgten die Bank of Scotland und die Akbank N.V. Von den ausländischen Banken verlangte keine eine Mindesteinlage.
Redaktion (06.11.2009)
Verbraucher schwanken zwischen Sparen und Konsum
Wie der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) in einer Ende letzten Monats veröffentlichten Studie mitteilte, wird der Anteil des verfügbaren Einkommens, den die Deutschen im Durchschnitt auf die hohe Kante legen, im Jahr 2009 gleich hoch bleiben wird wie im Vorjahr: etwa 11,2 Prozent.
Die Vermögen der Deutschen summierten sich auf die beeindruckende Summe von 4,6 Billionen Euro, ein Anstieg von über viereinhalb Prozent gegenüber dem Vorjahr, was auch dadurch ermöglicht worden sei, dass die Wertverluste an den Aktienmärkten angelegten Kapitals wieder aufgeholt seien. 2008 hatte das Vermögen der Deutschen – bei gleicher Sparquote – noch um 3 Prozent abgenommen.
Ein deutscher Durchschnittshaushalt verfügte um den Jahreswechsel 2008/2009 über ein Vermögen von rund 111.000 Euro. Allerdings stand dieser Durchschnittshaushalt auch mit fast 39.000 Euro in der Kreide, ein Wert, der nach Angaben des BVR in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken sei. Der größte Teil der aufgenommenen Darlehen diente der Immobilienfinanzierung.
Auf der Suche nach sicheren Anlagen flüchteten die Bundesbürger um den Jahreswechsel in Sparbriefe und Tagesgeldkonten, während Lebensversicherungen und Aktien deutlich verloren.
Eintrübung der Sparstimmung?
Für die nächsten sechs Monate zumindest scheint die Sparleidenschaft der Deutschen sich einzutrüben. Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) befragte diesen September 2000 Privatpersonen und stellte fest, dass ein Drittel der Befragten ankündigte, im nächsten halben Jahr weniger als bisher sparen zu wollen. Die niedrigen Zinsen, Misstrauen gegenüber der Stabilität der Entwicklung an den Finanzmärkten und Versuche des Einzelhandels, über Preisnachlässe die Konsumlaune der Verbraucher anzukurbeln, trugen dazu bei.
Ihr Geld stecken einige Verbraucher demnach lieber in Anschaffungen wie Autos oder Einrichtungsgegenstände. Nur 16 Prozent der Befragten gaben an, mehr als bisher sparen zu wollen. Immerhin die Hälfte wollte ihre Sparquote halten. Ein knappes Drittel der Befragten wollte lieber Anschaffungen tätigen. Eine solide Zweidrittelmehrheit hält das Sparen allerdings weiterhin grundsätzlich für eine gute Idee.
Von diesen Sparern wählt wiederum eine Mehrheit ein sicheres Tagesgeldkonto, aber auch Immobilien und Bausparen sind beliebt.
Tagesgeld: Ende der Zins-Durststrecke in Sicht?
Angesichts der starken Erholung der Aktienmärkte bei im Vergleich immer noch unentschlossen-schwachem Wachstum der Volkswirtschaften sprechen viele ein halbes Jahr nach den vorläufigen Tiefpunkten an den Aktienmärkten schon wieder von einer Aktienblase. Steuern nun die Zentralbanken mit Zinserhöhungen dagegen?
Das Verhältnis von Aktienkursen zu Unternehmensgewinnen ist jedenfalls bereits wieder besorgniserregend hoch, und erst letzte Woche korrigierte das DIW Berlin seine Wachstumsprognose für mehrere Sektoren der Wirtschaft leicht nach unten. Die Börsen drohen der Realwirtschaft davonzulaufen.
Grund für die Diskrepanz zwischen Aktienmärkten und Realwirtschaft ist vor allem die als Wachstums- und Stabilisierungshilfe gedachte Niedrigzinspolitik der Notenbanken, die jetzt ihre Nachteile in Form neuer Blasen- und Inflationstendenzen offenbart. Bei einer „ungesunden“, von Liquidität und Euphorie getragenen Entwicklung kann ein Stimmungsumschwung etwa durch einen Konjunkturrückschlag eine sich selbst verstärkende Verkaufslawine in Gang setzen.
Zinserhöhung absehbar
Die gute Nachricht für die vielen Deutschen, die dem Spuk an den Börsen weiter misstrauen und lieber auf sichere Anlagen wie Tages- oder Festgeld setzen ist, dass diese Entwicklung die Notenbanken tendenziell wieder mit dem Ausstieg aus der Liquiditätspolitik, also mit Zinserhöhungen liebäugeln lässt. Australien erhöhte nun als erster der G20-Staaten die Zinsen. Die Wachstumsraten hätten sich wieder normalisiert, die Inflationsrate bewege sich am Rand des Erwünschten, die Bedingungen für eine Fortsetzung der Niedrigzinspolitik seien damit nicht mehr gegeben, teilte der Gouverneur der Reserve Bank of Australia mit.
Wie lange es dauert, bis andere Banken diesem Beispiel folgen und die zunehmend zu einer Überhitzung der Finanzmärkte beitragende Liquiditätspolitik zurückfahren, bleibt abzuwarten. Für deutsche Tagesgeldbesitzer bedeutet dies jedenfalls zumindest einen Schimmer an Hoffnung auf eine Trendwende an der Zinsfront.
Redaktion (12.10.2009)
Renaissance des Tagesgeldes
Für auf schnelle Verfügbarkeit etwa für Notfälle ausgerichtete Geldanlagen ist Tagesgeld derzeit die beste Lösung.
Tagesgeld momentan lohnender als Festgeld
Die besten Festgeldangebote bieten erst ab einer Anlagedauer von zwei Jahren ein paar mickrige Zehntelprozent mehr Zinsen als die Spitzenreiter beim Tagesgeld. Das bedeutet für den Kunden, der es sich nicht gerade leisten kann, sehr langfristig zu denken, dass er sein Geld auf dem Tagesgeldkonto unterbringen kann, ohne das Kursrisiko der heißlaufenden Aktienmärkte tragen zu müssen, die nach der Bundestagswahl auch noch durch bereits absehbare Steuererhöhungen belastet werden dürften. So kann der Verbraucher seine Flexibilität und Sicherheit ohne Reue genießen.
Gleichzeitig bedeutet die unerwartet schnelle Erholung der Weltwirtschaft, dass möglicherweise sogar Leitzinserhöhungen nicht mehr in unabsehbarer Ferne liegen könnten. Auf jeden Fall wäre davon abzuraten, sich mit seinem Geld bei den derzeit äußerst niedrigen Zinsen womöglich sogar noch auf längere Zeit – z.B. mit Sparbriefen – festzulegen.
Banker erwarten Preiskrieg für Bankleistungen
Wie eine Umfrage unter Entscheidungsträgern bei Banken ergab, erwarten über drei Viertel der Befragten einen Preiskampf zugunsten des Verbrauchers beim Tagesgeld.
Dies teilte die Beraterfirma Simon-Kucher & Partners mit. Im Bestreben, neue Kunden anzulocken, dürften die Institute Gebühren senken und möglicherweise sogar Zinsen anheben. Auch bei Girokonten und Baugeld erwartet eine deutliche Mehrheit der Befragten eine Preisschlacht. Nur bei den Wertpapierdepots und Firmenkrediten scheint kein Preisdruck nach unten zu bestehen.
Redaktion (10.08.2009)
Tagesgeld: Zwischen niedrigen Zinsen und steigenden Aktien
Die derzeit wieder rasant steigenden Aktienkurse und die zusammen mit den Leitzinsen der Zentralbanken abgestürzten Zinsen aufs Tagesgeld lassen viele Anleger ins Grübeln kommen: brauche ich mein Tagesgeldkonto überhaupt noch?
Einstieg in Aktien zu spät?
Die Antwort hängt von der individuellen Situation ab. Wer bis jetzt noch nicht in den Markt eingestiegen ist und flüssige Mittel etwa aus einer fällig gewordenen Lebensversicherung hat, sollte sich genau überlegen, ob er jetzt noch einsteigt. Viele Analysten rechnen im Herbst oder Winter unter dem Druck steigender Arbeitslosenzahlen mit einem erneuten Absturz der Aktienkurse, oder halten den Aktienmarkt trotz günstiger Prognosen jetzt schon für überhitzt.
Tagesgeld lohnt als Parkmöglichkeit
Wer jetzt noch einsteigt, ist schon ziemlich weit hinten in der rennenden Anlegerherde, erfahrungsgemäß keine gute Position: Je höher man sich einkauft, desto tiefer kann man fallen. Das Parken auf ein Tagesgeldkonto hält das Geld, anders als längerfristigere Anlagen, jederzeit verfügbar und ermöglicht es, nach einer Korrektur des Marktes zu günstigeren Preisen schnell zu reagieren. Und dank der immer noch niedrigen Inflation landen die Zinsen komplett in der Tasche des Anlegers und werden nicht teilweise wieder aufgefressen.
Redaktion (27.07.2009)
Verbraucherzentrale Hamburg empfiehlt Tagesgeld
In der in der letzten Juniwoche erschienenen Broschüre „Ampelcheck Geldanlage“ raten die Verbraucherschützer, bei der Altersvorsorge vor allem auf Sicherheit zu setzen, bis ein ausreichender Kapitalstock vorhanden ist.
Erst wenn eine Grundsicherung gewährleistet ist, kann nach Ansicht der Hamburger „überschüssiges“ Geld in risikoreicheren Produkten angelegt werden. Die Verbraucherschützer geben selbst Klassikern wie der Kapitallebensversicherung und dem Bausparvertrag die schlechteste mögliche Note. Aufgrund der Faktoren Sicherheit, Rendite und Transparenz erhalten dagegen Tagesgeld und Festgeld sowie Bundeswertpapiere die Bestnote. Empfohlen wird dem Sparer auch, sich nicht zu lange festzulegen und flexibel zu bleiben: Für mehr als fünf bis sieben Jahre sollte der Verbraucher sein Geld nicht binden. Als immerhin noch bedingt geeignet sehen die Verbraucherschützer Aktien, Immobilien und Gold.
Redaktion (13.07.2009)
Noch besserer Schutz für Tagesgeld
Gute Nachrichten für Tagesgeldanleger: Der Bundestag erhöht die Summe, bis zu der die Einlagen auf Tagesgeldkonten geschützt sind, auf 50.000 Euro. Auch soll die Abwicklung von Schadensfällen in Zukunft wesentlich schneller erfolgen.
Nicht nur, dass Tagesgeld im Falle einer Bankenpleite ab Juli bis zu einer Guthabenssumme von 50.000 Euro durch den gesetzlichen Einlagensicherungsfonds geschützt ist, auch fällt die bisher gültige Eigenbeteiligungsregelung weg, nach der der Sparer zehn Prozent seines Guthabens als Verlustbeteiligung nicht ersetzt bekam. Das beschloss der Bundestag.
Auch soll die Rückzahlung der Einlagen nun innerhalb einer Frist von 30 Tagen, anstatt wie zuvor drei Monaten, erfolgen. Der Sparer steht also nicht mehr bis zu einem Vierteljahr ohne sein Geld da. Diese Änderungen gelten für alle Banken, die in Deutschland von Privatpersonen Einlagen annehmen.
Redaktion (26.05.2009)
Was tun bei sinkenden Zinsen? Lukrative Tagesgeld-Angebote locken!
Zinsen sinken – Tagesgeld-Angebote locken!
Das flexible Tagesgeld bleibt aber eine gute Möglichkeit, schnell „defensiv“ etwa auf eine Senkung des Zinsniveaus oder „offensiv“ auf sich ergebende Anlagechancen zu reagieren. Da bei den meisten Anbietern auch keine Kosten für die Kontoführung anfallen, ist verfügbares Geld auf einem Tagesgeldkonto weiterhin gut aufgehoben, solange man auf das Zinsniveau achtet und bereit ist, bei einer Zinssenkung den Anbieter zu wechseln (Tagesgeld-Hopping). Nach wie vor sind Zinsen in Höhe von vier Prozent durchaus drin, wenn auch mit sinkender Tendenz.
Zu achten ist dabei natürlich wie immer auf die Sicherheit der Anlage – einige ausländische Anbieter garantieren Einlagen z.B. nur bis zu einer bestimmten Höhe – und „Fallen“ in den Konditionen.Wichtige Fragen:
- D.h. wie lange ist das attraktive Zinsniveau garantiert?
- Was für Voraussetzungen sind gegeben?
- Muss ich ein Depot eröffnen?
- Gibt es Gebühren?
- Gilt das Zinsniveau für den gesamten angelegten Betrag oder nur bis zu einer bestimmten Höhe?
Tagesgeld bleibt aber trotz des Zinsverfalls eine absolut konkurrenzfähige Anlage und Vergleichen lohnt sich!